Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will sich im Stent-Bereich neu aufstellen. Das Unternehmen steigt aus dem Geschäft mit Medikamenten-beschichteten Stents aus, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die strategische Neuausrichtung wird das zweite Quartal mit Restrukturierungskosten in Höhe von 500 Mio. bis 600 Mio. USD belasten. Andere Bereiche im Geschäft mit kardiovaskulären Instrumenten versprächen ein höheres Wachstumspotential als das DES-Geschäft, sagte Seth Fischer, bei Johnson & Johnson für die Tochtergesellschaft Cordis Corp zuständig. Das Unternehmen wird Produktionsstätten in Irland und Puerto Rico schliessen und Forschung & Entwicklung kürzen. Betroffen sind insgesamt 900 bis 1.000 Stellen.weiter lesen
Pharmafusion: Mepha wieder unter neuem Dach?
Das Baselbieter Pharmaunternehmen Mepha, Nummer Eins auf dem Schweizer Generika-Markt, steht erneut vor einem Besitzerwechsel. Nachdem im April 2010 der US-Biotechkonzern Cephalon die Mepha-Mehrheit von der deutschen Unternehmerfamilie Merckle übernommen hatte, ist Cephalon nun selbst zum Übernahmeobjekt geworden. Der kanadische Pharmakonzern Valeant hat am Mittwoch den Cephalon-Aktionären ein Kaufangebot in Höhe von 73 US-Dollar pro Aktie unterbreitet. Bei einer Annahme der Offerte würde sich der Gesamtkaufpreis für das US-Unternehmen auf 5,7 Milliarden Dollar summieren. Cephalon, dessen Portfolio u.a. biotechnologisch hergestellte Krebsmittel umfasst, erzielte 2010 mit rund 4000 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,8 Milliarden Dollar. weiter lesen
Alzheimer-Impfstoff überspringt Entwicklungshürde
Das Wiener Biopharmazieunternehmen Affiris berichtet über "bedeutende Fortschritte" bei der Entwicklung eines aktiven Impfstoffs gegen Morbus Alzheimer, an der die Affiris AG im Rahmen einer Forschungskooperation mit Glaxo Smith Kline Biologicals (GSK) beteiligt ist. Parallel zur bereits angelaufenen klinischen Phase II Studie für das Leitprodukt AD02 seien zwei weitere präklinische Programme erfolgreich abgeschlossen worden, teilte Affiris mit. Eines davon adressiert alternative Impfstoffkandidaten, die mit der AFFITOM-Technologie von Affiris entwickelt werden. AD03 ist das aktuelle Leitprodukt dieses Programms. Auf Grund der viel versprechenden Ergebnisse hat GSK nun seine Option auf die Rechte an diesen alternativen Impfstoffkandidaten ausgelöst und dafür vereinbarungsgemäss 2,5 Mio. EUR an Affiris bezahlt. Gleichzeitig wurde auch 1 Mio. EUR für den Abschluss erfolgreicher Tests von alternativen Formulierungen zur Alzheimer-Impfung fällig.weiter lesen
Merck KGaA erhält vorerst keine US-Zulassung für MS-Mittel
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck KGaA muss weiter auf eine mögliche Zulassung seines Multiple-Sklerose-Mittels "Cladribin" in den USA warten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA liess den Antrag des Darmstädter DAX-Konzerns in seiner jetzigen Form nicht zu und forderte von Merck weitere Belege für die Sicherheit und die Wirksamkeit der Arznei, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. weiter lesen
Roche bekommt von EU Rückendeckung für Avastin zur Brustkrebstherapie
Der schweizerische Pharmakonzern Roche kann seinen Bestseller, das Krebsmedikament "Avastin", in Europa weiterhin in Kombination mit "Paclitaxel" zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs einsetzen. Diese Entscheidung habe die Europäische Kommission auf Basis der Empfehlungen des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) getroffen, teilte die Roche Holding AG am Mittwoch mit. Gestrichen werde allerdings die Kombination von Avastin mit "Docetaxel". Bei dieser Kombinationstherapie habe es in den Studien nur eine leichte Verlängerung des progressionsfreien Überlebens gegeben. Paclitaxel ist laut Roche das in Europa am häufigsten eingesetzte und auch am häufigsten mit Avastin kombinierte Chemotherapeutikum zur Erstlinienbehandlung von metastasierendem Brustkrebs.weiter lesen
J&J ruft 70.000 Spritzen des Psychopharmakums Invega zurück
Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) hat rund 70.000 Spritzen zurückgerufen, die mit dem mit dem Psychopharmakum Invega befüllt sind. In den Spritzen seien Risse entdeckt worden, die bei den Patienten möglicherweise zu Infektionen oder einer verminderten Wirksamkeit führen könnten. Betroffen sind den Unternehmensangaben zufolge Spritzen in den USA, Australien, Kanada und Südkorea. Die bereits gefüllten Spritzen enthalten eine 234-Milligramm-Dosis Invega Sustenna, die seit März 2010 vertrieben wird. Andere Dosierungen des Medikamentes sind nicht betroffen. Der Rückruf erfolgte bereits am 11. Februar an Vertriebspartner, Apotheken und Gesundheitsdienstleister. Der Fehler sei bei einem Routinetest entdeckt und inzwischen behoben worden, sagte ein Konzernsprecher.weiter lesen
"Gilenya": Novartis erhält Zulassung in Schweiz und Australien
Der Pharmakonzern Novartis hat für seine MS-Tablette "Gilenya" die Zulassung in der Schweiz und Australien erhalten. Entsprechende Genehmigungen hätten das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic und die Australian Therapeutic Goods Administration erteilt, gab die Novartis AG am Montag bekannt. In den USA und Russland war die Tablette zur Behandlung von Multipler Sklerose (MS) bereits zuvor zugelassen worden. Vergangenen Freitag hatte sich das wissenschaftliche Komitee CHMP der europäischen Zulassungsbehörde EMA für die Einführung von "Gilenya" in Europa ausgesprochen. Die endgültigen Entscheidungen der EMA stehen noch aus, die Behörde folgt aber normalerweise den Empfehlungen des CHMP. In der Regel gibt die EMA ihr Urteil etwa drei Monate nach der CHMP-Entscheidung bekannt.weiter lesen
Die aktuelle Ausgabe
WERBUNG
Werbung
Jung gebliebene Technologien
Im Kampf gegen die «Grüne» Gentechnologie fahren deren Gegner für gewöhnlich schwere Geschütze auf. So auch in dem mehrere Hundert Seiten starken Bericht «Der GMO Kaiser hat keine Kleider», den 20 Umwelt- und Nichtregierungsorganisationen kürzlich...



