Editorial 12/2011: Politische Furchen in der Chemielandschaft

Ralf Mayer am 12.12.2011

«Man kann eine Konjunktur durch unnötige Statements und den politischen Zick-Zack-Kurs in den Entscheidungsprozessen auch kaputt reden», kommentierte ein von der «Chemie plus» befragter Chemiedistributeur die aktuelle Situation (Artikel Seite 4). So werde zum Beispiel zu viel darüber debattiert, welchen Einfluss die Eurokrise auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. In der Tat ziehen politische Prozesse und Debatten derzeit tiefe Furchen in die Wirtschaftslandschaft.weiter lesen

Editorial 2011/11: Weitere Abbaurunden sind zu befürchten

Ralf Mayer am 04.11.2011

Nachrichten über Werkschliessungen und Stellenabbau hätten uns nicht überrascht in der Rezession. Die globale Wirtschaftskrise liess den «Werkplatz» Schweiz indes relativ ungeschoren. Dafür erreichen uns jetzt vermehrt Hiobsbotschaften insbesondere aus der Chemie- und Pharmabranche. Novartis plant einen Aderlass von rund 2000 Stellen.weiter lesen

Editorial 10/2011: Rein- statt Rhein-Wein

Ralf Mayer am 07.10.2011

«Ein Fass ohne Boden ...». Mit diesem via TV vorgetragenen Statement machte ein Delegierter einer der «Regionalkonferenzen», an denen die deutsche Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel bei ihrem Parteivolk um ihr eigenes und das Image des Euro kämpft, seinem Ärger Luft. Im Visier hatte er den «Rettungsschirm», der für strauchelnde Euro-Mitgliedstaaten wie Griechenland aufgespannt wurde und der nun erweitert werden soll. Fass ohne Boden?weiter lesen

Editorial Chemie plus 7/8 2011

Theorie versus Praxis

Ralf Mayer am 17.08.2011

Am Cern bei Genf wägen sich die Forscher vor einem epochalen Durchbruch: in zwei Beschleunigern wurden möglicherweise Higgs-Bosonen detektiert. Diese Elementarteilchen verleihen, so besagt die Theorie, der Materie ihre Masse. Bisher wurden sie ...weiter lesen

Editorial 6/2011: «Megatrends» sprechen für Agrochemie

Dennis Härtig am 07.06.2011

Nach einem krisenbedingten Unterbruch ist die Agrochemie auf den Wachstumspfad zurückgekehrt (siehe Artikel Seite 4). Und dieser verläuft ebenso steil wie nachhaltig. Der Weltmarkt für Pflanzenschutz legte von 2000 bis 2008 um über 50 Prozent auf knapp 42 Milliarden Dollar zu, und neueste Zahlen, wie etwa die Quartalsergebnisse des Weltmarktführers Syngenta, signalisieren, dass die aktuelle Entwicklung wieder an diesen Langfristtrend anknüpft. Auch die Umsatzkurven für Düngemittel und Saatgut zeigen deutlich nach oben. Langfristig befeuert wird die Nachfrage nach Agrarprodukten durch «Megatrends» wie das rasante Wachstum der Weltbevölkerung. Aktuell treibt vor allem der steigende Wohlstand in den Schwellenländern und die damit verknüpfte Umstellung der Ernährung das Wachstum an – eine höhere Fleischproduktion katapultiert auch den Getreidebedarf nach oben. Gleichzeitig sind die Reserven landwirtschaftlich nutzbarer Flächen begrenzt und natürliche Ressourcen, vor allem Wasser, knapp.weiter lesen

Editorial 5/2011: Freundliche Absichten überwiegen

Ralf Mayer am 20.05.2011

Die Zinsen sind niedrig, Geld ist international billig zu haben. Gleichzeitig haben steigende Gewinne und Margen die «Kriegskassen» vieler Unternehmen gefüllt. Der relativ stabile Aufwärtstrend an den Börsen macht zudem Unternehmensaktien als zusätzliches Zahlungsmittel neben «cash» wieder attraktiv: Dieser finanztechnische Treibstoffmix ist ideal geeignet, um das Übernahme- und Fusionskarusell in der globalen Wirtschaft auf Touren zu bringen. Im Fokus stehen verstärkt auch Unternehmen der Chemie- und Life-Sciences-Industrien. Dabei unterscheiden sich die Deals zum Teil extrem, sowohl was die «freundliche» oder «unfreundliche» Gesinnung der Käufer als auch was die industrielle Logik anbetrifft.weiter lesen

Editorial 4/2011: «Megathema» Energie

Ralf Mayer am 07.04.2011

Der Reaktorunfall in Japan hat ein Dauerthema zum «Megathema» befördert: Die «Energiewende» schaffte den Sprung aus den Szenarienentwürfen einschlägiger Studien auf die politische Tagesordnung – und auf die Wahlzettel der Stimmbürger. Die Chemie plus hat dem Themenfeld Energie indes bereits vor dem Fukushima-Schock regelmässig Platz eingeräumt. Nicht zufällig, denn die Chemie spielt eine Schlüsselrolle in der Energietechnik. Beispielsweise trägt sie zur Entwicklung neuartiger Solarzellen (Artikel Seite 22) und zur Steigerung der Energieeffizienz durch isolierende Oberflächenmaterialien bei. weiter lesen

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