Mikroreaktoren

Lonza baut "Anlage der Zukunft" in Visp

Ralf Mayer am 08.02.2012

Lonza will in seinem Werk in Visp ein neues Produktionskonzept umsetzen, das auf der kontinuierlichen feinchemischen Produktion sowie der Mikroreaktor-Technologie basiert. Das Produktionskonzept werde es Lonza ermöglichen, den Anforderungen ihrer Kunden im Bereich der Entwicklung und Herstellung von Pharma-Wirkstoffen (APIs) verstärkt gerecht zu werden.

Lonzas “Anlage der Zukunft” bietet gemäss Mitteilung einen beschleunigten Entwicklungs- und Techniktransfer in einer cGMP-Umgebung und erweiterte Kapazitäten für mehrere chemische Reaktionen unter extremen Bedingungen. Sie ermögliche die Herstellung von Zwischenprodukten und/oder Pharma-Wirkstoffen im Tonnenmassstab, basierend auf kontinuierlicher feinchemischer Produktion. Lonza betreibt derzeit Anlagen welche mittels Mikroreaktoren kleinmolekulare Pharma-Wirkstoffe vom Kilogramm- bis zum Tonnenmassstab produzieren können. Die neue Anlage bietet den Angaben zufolge eine integrierte Lösung, in welcher alle üblichen Durchfluss-Grundverfahren mit den preisgekrönten "FlowPlate" Mikroreaktoren von Lonza flexibel gemacht werden können, was einen schnelleren Übergang der Prozesse und der Wirkungen bei der Herstellung und der Reinigung ermöglicht. Die Anlage wird im Juni 2012 vollständig betriebsbereit sein.

 “Das Engagement von Lonza für unsere “Anlage der Zukunft” stellt einen Meilenstein in der langfristigen Planung für effizientere und nachhaltigere Prozesse in der Herstellung von Feinchemie dar. Unsere Kunden werden von der Erfahrung von Lonza in der Flow-Chemie profitieren können, welche nun für den Bedarf der Industrie nach grossen Massstäben angepasst wurde. Aufgrund des Engagements für neuartige Prozesse und einer langfristigen Partnerschaft, erwarten wir, wesentliche Kosteneinsparungen mit unseren Kunden teilen zu können” wird Stefan Stoffel, Leiter der Geschäftseinheit Chemical Manufacturing von Lonza. in dem Communiqué zitiert.

Im Jahr 2010 hatte Lonza ein Lizenzabkommen mit der Bayer Technology Services (BTS)  geschlossen, gemäss dem BTS die von Lonza entwickelte Mikroreaktoren exklusiv und weltweit herstellen und vertreiben darf. Ebenfalls im Jahr 2010 erhielt Lonza für diese Technologie den rennomierten Sandmeyer Preis für angewandte Chemie. (PD/rma)

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«Man kann eine Konjunktur durch unnötige Statements und den politischen Zick-Zack-Kurs in den Entscheidungsprozessen auch kaputt reden», kommentierte ein von der «Chemie plus» befragter Chemiedistributeur die aktuelle Situation. So werde zum Beispiel zu viel darüber debattiert, welchen Einfluss die Eurokrise auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. In der Tat ziehen politische Prozesse und Debatten derzeit tiefe Furchen in die Wirtschaftslandschaft.

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