Reifenproduktion

Lanxess kauft US-amerikanischen Bladder-Hersteller TCB

Ralf Mayer am 16.03.2012

Der Spezialchemiekonzern Lanxess will auf die wachsende Nachfrage nach Reifen vorbereitet sein und baut daher seine Aktivitäten in den USA weiter aus. Die Tochtergesellschaft Rhein Chemie hat die Tire Curing Bladders LLC (TCB) mit Sitz in Little Rock (Arkansas) erworben, wie Lanxess mitteilte.

TCB ist den Angaben zufolge ein führender Hersteller von Heizbälgen (Bladder) für die Reifenindustrie. Das Unternehmen verfügt über eine Jahreskapazität von über 400000 Bladdern. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte sie mit 100 Beschäftigten einen Umsatz von 21 Millionen US-Dollar. Bladder werden bei der Herstellung von Reifen eingesetzt. Der unvulkanisierte Reifenrohling wird in die Vulkanisationspresse gelegt. Nach dem Schliessen wird er über Innendruck gegen die formgebende Innenwand des Werkzeugs gepresst. Dafür wird ein Bladder aus Butylkautschuk verwendet, der dann unter hohem Druck und hohen Temperaturen aufgeblasen wird, um dem Reifen seine endgültige Form zu geben. Der Erwerb von TCB ist die dritte Akquisition der Lanxess AG in den USA binnen sechs Monaten. «Nordamerika ist und bleibt ein sehr wichtiger Markt für die Spezialchemikalien und technologiegetriebenen Lösungen, die von Lanxess entwickelt werden», sagte Vorstandsmitglied Rainier van Roessel.

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«Man kann eine Konjunktur durch unnötige Statements und den politischen Zick-Zack-Kurs in den Entscheidungsprozessen auch kaputt reden», kommentierte ein von der «Chemie plus» befragter Chemiedistributeur die aktuelle Situation. So werde zum Beispiel zu viel darüber debattiert, welchen Einfluss die Eurokrise auf die wirtschaftliche Entwicklung hat. In der Tat ziehen politische Prozesse und Debatten derzeit tiefe Furchen in die Wirtschaftslandschaft.

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